Social Media Ads vs. Google Ads

Social Media Ads vs. Google Ads

12.04.2021
Lesezeit: ca. 5 Min.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Online-Marketing auszubauen und umzusetzen. Jede Werbeform sollte fĂŒr die effiziente Umsetzung an die individuellen Werbeziele des Unternehmens angepasst werden. Wir stellen Ihnen in diesem Blogbeitrag die Anwendungsmöglichkeiten von Social Media und Google Ads vor und bieten Ihnen eine Entscheidungshilfe, welche Werbeform fĂŒr Sie vielversprechend ist.

Was ist der Unterschied zwischen Google Ads und Social Media Ads?


Der wesentlichste Unterschied zwischen Social Media und Google Ads ist das Anliegen der Nutzer, weswegen diese die entsprechende Plattform verwenden. Das Verhalten der User, ist auf Grund der verschiedenen BedĂŒrfnisse, die die Personen durch die Nutzung befriedigen wollen, je nach Plattform unterschiedlich. Auf Sozialen Netzwerken wollen die User sich privat austauschen, kommunizieren und Kontakte pflegen. Im Gegensatz dazu sind Nutzer auf Google unterwegs, um sich zu informieren, zu recherchieren oder nach Produkten zu suchen.  Die User sind daher in der Customer Journey bzw. im Sales Funnel unterschiedlich weit fortgeschritten. Im Social Media Bereich stehen die potentiellen Kunden noch ganz am Anfang des Kaufprozesses. FĂŒr die Kundenansprache ist es zielfĂŒhrend die Kommunikationsmaßnahmen auf die Zielgruppe und den jeweiligen Standpunkt im Kaufprozesses auszurichten.

Beide Formen haben Ihre Vorteile und StÀrken. Je nachdem, welche Kampagnenziele verfolgt werden, können die verschiedenen Plattformen in den Online Marketing-Mix eingebunden werden.

Wozu eignen sich Social Media Ads?


Bei Werbung in Sozialen Netzwerken stehen die visuellen Reize besonders im Vordergrund. Insbesondere fĂŒr Ziele wie Branding und Markenbekanntheit kann dies wirkungsvoll sein, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen.

Social Media Ads sind den Displayanzeigen bei Google Ads sehr Ă€hnlich. Mit Bildern oder Videos können Produkte oder Dienstleistungen ansprechend prĂ€sentiert werden. Diese Art der Darstellung ist hilfreich, Markenbekanntschaft auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen. Die Anzeigen und eine ansprechende Produktdarstellung können bei den Betrachtern den Kaufwunsch hervorrufen und verstĂ€rken.

Weniger gut geeignet ist das Social Media Marketing, um Produkte zu bewerben, die einen grĂ¶ĂŸeren ErklĂ€rungsbedarf haben.

Wozu eignen sich Google Ads?


Mit Google Ads können gezielter komplexere Informationen kommuniziert werden, mit denen Entscheidungshilfen bei der Produktsuche oder fĂŒr den Produktvergleich zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Bei Google Ads gibt es die Optionen der Textanzeigen im Suchmaschinennetzwerk, Displayanzeigen im Displaynetzwerk oder von Google Shopping Anzeigen. Bei den Such- oder Displayanzeigen kann mittels eines Gebotes auf Keywords und Wortgruppen geboten werden, um eine Ausspielung bei diesen Wörtern zu bewirken und eine aktiv suchende Zielgruppe zu erreichen.

Welche Werbeform eignet sich fĂŒr meine Anzeigen?


FĂŒr die Auswahl des richtigen Werbeumfeldes, ist es wichtig die Zielgruppe in den Mittelpunkt zu stellen. Es sollte geprĂŒft werden, ob das Produkt oder die angebotene Dienstleistung thematisch in die jeweilige Plattform passt.

Die folgende AufzÀhlung der Vorteile stellt das Potential der Nutzung von den verschiedenen Werbeformen unter der Betrachtung von verschiedenen Einflussfaktoren dar.

Vorteile von Google Ads


Social Media Ads vs. Google Ads 2
  • Höhere Reichweite bei Google Ads

Google hat als weltweit meist genutzte Suchmaschine ein deutlich höheres Volumen des Werbepublikums. Die große und vielfĂ€ltige Reichweite macht es möglich viele verschiedene Zielgruppen zu erreichen.

  • Chancengleichheit

Die Ausspielung der Google Ads erfolgt nicht ausschließlich ĂŒber die Höhe des Gebotes der Bieter. Die Einflussfaktoren QualitĂ€t und die Relevanz bestimmen ĂŒber den Anzeigenrang und die zu zahlenden Kosten. Dies ermöglicht eine erfolgreiche Umsetzung auch fĂŒr Unternehmen mit geringeren Budgets.

  • Zusatzfunktionen

Google hat zahlreiche nĂŒtzliche Funktionen entwickelt, um die Anzeigen anzupassen und zu optimieren. Mit Anzeigenerweiterungen wie Rezensionen, Sitelinks, oder Snippets können dem Nutzer mehr Informationen und ein detaillierter Eindruck vom Angebot vermittelt werden. Die Verwendung der Erweiterungen trĂ€gt zu einer Erhöhung der Klickzahlen und des Webseitentraffics bei.

  • Aktive Suchende bei Google Ads

Die Nutzer, die bei Google Ads auf der Suche nach einem Angebot, Informationen oder einem Produkt sind, haben bereits ein gewisses Kaufinteresse entwickelt. Das bestehende Interesse, welches sich an einen bestehenden Bedarf bei dem Suchenden koppelt, kann von den Anzeigen verstĂ€rkt werden. Ebenfalls können die Werbenden mittels der Anzeigen die geeigneten Lösungen fĂŒr die BedĂŒrfnisse der potentiellen Kunden prĂ€sentieren. Nutzer, die vorab bereits ein Interesse entwickelt haben und aktiv nach einem Angebot suchen, haben nachweislich ein höheres Potential eine Conversion auszulösen, als Personen, die bisher keinen Kontakt zu Marke oder Produkt hergestellt haben.

  • Kombination von Text- und Banner- und Videoanzeigen bei Google Ads

Die Verwendung von verschiedenen Kampagnentypen innerhalb eines Kontos bietet eine vielfÀltige und breite an Kontaktpunkten der Nutzer mit einem Angebot. Ein kontinuierlicher PrÀsenz der Werbung auf verschiedenen Plattformen vermittelt Vertrauen und bestÀrkt die wahrgenommene QualitÀt des Angebotes bei den Zielgruppen.

  • Tracking

Das Tracking bei Google Ads ist einerseits durch integrierte Funktionen wie den Leistungsplaner oder der den klassischen Conversion Tracking Statistiken umsetzbar.

Mit weiteren Tools, wie Google Analytics oder dem Tag Manager kann das Tracking noch ausgebaut und verfeinert werden. Die Tracking Daten, die anhand der Klicks Auskunft ĂŒber die Customer Journey und die Performance der Anzeigen geben, können die Kampagneneinstellungen wie Gebote oder Anzeigentexte oder -bilder optimiert werden. Ein detailliertes Tracking ist somit ausschlaggebend fĂŒr einen langfristigen Kampagnenerfolg.

  • Targeting

Die Zielgruppe kann anhand des Nutzerverhaltens, Standortdaten, digitalem EndgerÀt und demografischen Merkmalen eingegrenzt werden. Mit verschiedenen definierten Zielgruppen oder selbst erstellten benutzerdefinierten Zielgruppen, kann die der Algorithmus von Google aus den vielen Nutzern die Personen, die am ehesten zur Zielgruppe zugehörig sind.

 

  • Remarketing

Mit Remarketing bei Google Ads können Werbende Webseitenbesucher widerholt ansprechen. Die Ausspielung von Anzeigen an Personen, die bereits auf der Webseite waren, steigert die Wahrscheinlichkeit diese als Kunden zu gewinnen.

  • Negative Keywords

Mit auszuschließenden Keywords werden Wörter und Wortgruppen festgelegt, bei denen die Anzeigen auf keinen Fall unter den Suchergebnissen erscheinen dĂŒrfen. Auf diese Weise könne irrelevante Impressionen oder Klicks vermieden werden.

Vorteile von Social Media Ads


Social Media Ads vs. Google Ads 1
  • Targeting

Die Kundenansprache bei sozialen Netzwerken kann auch auf sehr kleine und spezielle Zielgruppen ausgerichtet werden. Soziale Netzwerke sammeln große mengen an Daten ĂŒber ihre Nutzer. Die User bei Facebook teilen viele sehr persönliche Informationen mit der Öffentlichkeit. Facebook zum Beispiel kann anhand des Verhaltens, persönlicher Daten, Überzeugungen und der veröffentlichten Interessen sehr detaillierte Nutzerprofile erstellen. Das Wissen ĂŒber PrĂ€ferenzen der Zielgruppe, ĂŒber wo und wann sie am besten zu erreichen ist, kann vorteilhaft fĂŒr die Kampagnensteuerung sein. Werbebotschaften können somit sehr genau auf die Zielpersonen zugeschnitten werden.

  • Branding

Kampagnen in sozialen Netzwerken sin besonders effektiv fĂŒr den Aufbau von Reichweite und dem Markenaufbau. Markenwerte können authentisch und nahtlos in die Inhalte auf den Plattformen eingebunden werden, fĂŒr die sich die Interessenten besonders interessieren.

Der Markenauftritt bei einem sozialen Netzwerk wie beispielsweise Instagram, trÀgt zu einer persönlichen Bindung von Marke und Konsument bei, da sich die Marken auf einer neuen Ebene prÀsentieren können.

  • Visuelle Darstellung der Anzeigen

Die Anzeigen in Social Media Netzwerken profitieren von einer sehr ansprechenden Darstellung mit Bildern oder Videos, die die Interaktion mit den Anzeigen oder der Marke unterstĂŒtzen.

  • Ansprache von Smartphone Nutzern

Die Nutzer von Facebook, Instagram, Twitter oder Ă€hnlichen Sozialen Netzwerken besuchen diese in den meisten FĂ€llen ĂŒber ein Smartphone. Das Scrollen und Stöbern durch den Datenfeed der Plattform dient als Zeitvertreib und kann so mobil zu jeder Zeit und von ĂŒberall erfolgen.

  • ImpulskĂ€ufe

Personen in sozialen Netzwerken sind nicht auf der Suche nach einem Produkt. Die mit den Interessen eines Nutzers abgestimmten Anzeigen, haben das Ziel, durch die Darstellung der Produkte einen Kaufwunsch auszulösen. Die potentiellen KÀufer werden spontan auf ein Produkt aufmerksam. Insbesondere Lifestyle-Produkte können effektiv in den Content eingebunden werden.

Fazit


Die Social Media Ads profitieren vornehmlich von einem sehr detaillierten Targeting der Zielgruppe, welches durch die Bereitstellung der vielen persönlichen Daten der User ermöglicht wird. Personalisierte Werbung kann auf diesen Plattformen sehr effektiv und ohne das direkte EinverstĂ€ndnis, anhand der Zustimmung zu Cookies durch die Konsumenten, angewandt werden. Die KĂ€ufer entscheiden sich spontan, Produkte, die beim Stöbern ihr Interesse und ein BedĂŒrfnis wecken, zu kaufen. Die Werbung und die Inhalte fließen nahtlos ineinander ĂŒber, wodurch die Inhalte genau den Interessen einer Person angepasst werden können.

Die Visualisierung der Social Media Anzeigen ist den Displayanzeigen sehr Ă€hnlich. Werbende können anhand von Daten ĂŒber die Zielgruppe entscheiden, in welchem Netzwerk diese am besten anzutreffen ist. Beide Varianten können fĂŒr die Ziele von Reichweitenaufbau und Bekanntheit eine wirksame Methode sein. Je nach den NutzerprĂ€ferenzen ist entweder ein Soziales Netzwerk oder das Google Displaynetzwerk das geeignete Umfeld fĂŒr die Banner-Werbeanzeigen. Die Bereitschaft mit Anzeigen und Unternehmen zu Interagieren ist in einer vertrauten und hĂ€ufig genutzten Umgebung umso wahrscheinlicher. Eine Kampagne fĂŒr Reichweite kann also je nach Zielgruppe in beiden FĂ€llen den gewĂŒnschten Erfolg bringen. Ausschlaggebend ist eine detaillierte Zielgruppenanalyse, um die Kommunikationsmaßnahmen entsprechend zu optimieren.

Die Textanzeigen bei Google Ads sind aber besonders wichtig fĂŒr die Steigerung von Conversions, VerkĂ€ufen und Umsatz. Es ist sehr wichtig als Unternehmen prĂ€sent zu sein und sich als Lösung zu prĂ€sentieren, wenn potentielle Kunden ĂŒber Suchmaschinen auf der Suche nach einem Angebot sind, welches ihr Problem beheben kann. Mit einer ĂŒberzeugenden QualitĂ€t, durch ein hohes Maß an Relevanz und einer hochwertigen Landingpage können Werbende es vermeiden ungemein hohe Klickpreise zu zahlen und trotzdem auf einem hohen Anzeigenrang angezeigt zu werden. Die richtigen Stellschrauben in den Kontoeinstellungen können also zu einer Steigerung des Umsatzes und einer Reduktion der Kosten fĂŒhren.

GrundsĂ€tzlich ist die Empfehlung keine entweder/oder Entscheidung, sondern die einer sinnvollen ErgĂ€nzung verschiedener WerbekanĂ€le. Die Aufmerksamkeit eines potentiellen Kunden kann auf diese Weise besonders stark auf ein Produkt oder eine Marke gelenkt werden. Durch wiederholten Kontakt kann bei dem Interessenten der Eindruck entstehen, dass dieses Angebot genau das richtige fĂŒr Ihn ist. Dieser Überzeugungsprozess, der durch die Anzeigengestaltung und den Werbedruck durch die Wiederholungen der Werbung, ist fĂŒr die wahrgenommene GlaubwĂŒrdigkeit der Werbebotschaft essentiell. Die weitergehende Verarbeitung der rezipierten Inhalte beeinflusst die Einstellung und das Verhalten der Konsumenten gegenĂŒber einer Marke. Je nach Produkt und Branche kann die der Onlineauftritt unter den Suchergebnissen bedeutend sein. Die Wirkung kann zusĂ€tzlich durch geposteten Content bei LinkedIn, Xing oder Facebook unterstĂŒtzt werden.

ErgĂ€nzend zu beiden Werbeformen kann mit Google My Business die Online-PrĂ€senz zusĂ€tzlich erhöht werden. FĂŒr Werbende ist es empfehlenswert jede Chance die Zielgruppe zu erreichen wahrzunehmen.

Ihre RĂŒckmeldung ist uns wichtig!


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Daniel Rakus

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