Native Ads vs. Display-Anzeigen bei Google Ads

Veröffentlichung: 05.07.2021

Native Ads vs. Display-Anzeigen bei Google Ads

Digitale Werbung ist einem stetigen VerĂ€nderungsprozess ausgesetzt. Spezialisten entwickeln fortlaufend Maßnahmen und Formate, die sich dem Nutzerverhalten anpassen, um noch mehr Gelegenheiten zu nutzen, die Aufmerksamkeit von potentiellen Kunden auf sich zu ziehen.

Die HÀufigkeit der Verwendung von Nativer Werbung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. In diesem Beitrag wird einerseits erlÀutert wodurch sich Native Ads auszeichnen, wo und wie diese eingesetzt werden und andererseits werden Unterschiede zur klassischeren Displaywerbung aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist native Werbung?
  2. Vor- und Nachteile
  3. Was sind Display Ads?
  4. Vor- und Nachteile
  5. Wie unterscheiden sich Native Ads von Banner Ads?
  6. Fazit

Was ist native Werbung?

Die Besonderheit von nativer Werbung ist, dass sich die Anzeigen der Kampagnen dem AussehenAufbau und der Funktion einer Webseite anpassen, auf der sie prĂ€sentiert werden. Die Anzeigen werden so in den Inhalt einer Plattform integriert, dass sie als Bestandteil der Webseite wahrgenommen werden.

Die Werbeanzeigen, die thematisch mit dem Content einer Seite ĂŒbereinstimmen, profitieren von der Relevanz des beworbenen Produktes (oder Dienstleistung) fĂŒr den Rezipienten und verbessern auf diese Weise die Nutzererfahrung. Native Ads sind meist weniger aufdringlich und werden aus diesem Grund weniger als störender Werbebeitrag wahrgenommen. Das Ziel einer gelungenen Einbindung von nativer Werbung ist die Verschleierung, dass es sich um bezahlte Werbung handelt und damit zu vermeiden, dass sich ein Betrachter von der Werbung gestört fĂŒhlt. Mit Native Ads ist es zu erreichen, dass ein Nutzer die Werbung als hilfreich wahrnimmt und einen Mehrwert in der Anzeige erkennt. Ein Mehrwert wird erreicht, indem ĂŒber die Produkte informiert wird und Werte geschaffen werden, statt traditionell den Nutzer mit Bannern zu konfrontieren.

Eine Native Ad entspricht also dem Design und dem Layout einer Webseite und wird in dem gleichen Format wie die ĂŒbrigen Inhalte ausgeliefert. FĂŒr Werbende ist es wichtig zu beachten, dass die nativen Werbeinhalte auch als Werbung gekennzeichnet sein mĂŒssen.

Arten von Native Ad-BeitrÀge

FĂŒr das VerstĂ€ndnis der Funktionsweise von nativen Anzeigen sind hier hĂ€ufig verwendete Möglichkeiten von Nativer Werbung aufgelistet:

  • Social Media BeitrĂ€ge

In Sozialen Netzwerken ist es besonders attraktiv WerbebeitrĂ€ge zu erstellen, die sich exakt an das Design der Plattform anpassen und somit als Post statt als Werbung wahrgenommen werden. Daher handelt es sich um die hĂ€ufigste genutzte native Werbung.

  • Influencer-Inhalte

Eine Form von nativen BeitrĂ€gen stellen auch die von Influencern erstellte Inhalte dar. Als Influencer gelten Personen, die durch ihre regelmĂ€ĂŸige Online PrĂ€senz in sozialen Netzwerken mit ihren Veröffentlichungen und ihrem hohen Ansehen, Follower fĂŒr Produkte begeistern können. Auf Grund Ihres hohen Bekanntheitsgrads wird ihnen auch die Rolle eines MeinungsfĂŒhrers zugesprochen. Unternehmen und Marken nutzen diese Reichweit gerne fĂŒr sich und bezahlen Influencer dafĂŒr BeitrĂ€ge zu Produkten zu erstellen.

  • Gesponserte Listen

Unter den Suchergebnissen, beispielweise bei den Google Shopping Ergebnissen sind einzelne BeitrĂ€ge zu finden, fĂŒr die Werbende extra bezahlen. Diese als „sponsorend“ gekennzeichneten Anzeigen, fĂŒgen sich unter den beworbenen EintrĂ€gen als bezahlte Suchergebnisse.

  • Redaktionelle Inhalte

Native Anzeigen können auch als MarkenbeitrĂ€ge an redaktionelle BeitrĂ€ge angepasst werden. Die Produktbeschreibungen werden in diesem Fall auf den Ton des jeweiligen Artikels abgestimmt. Der Artikel und die native Anzeige haben eine hohe thematische Übereinstimmung, wodurch die Anzeige als hochwertig und wichtige Produktbewertung empfunden wird. Das Design und die Thematik der Anzeige sind so auf den redaktionellen Inhalt abgestimmt, dass die Anzeige als Teil des Artikels wirken kann.

  • Benutzerdefinierte Anzeigen

Die Anzeigen werden grundlegend an das „Look & Feel“ der Webseite angepasst, sind aber abgetrennt vom Newsfeed angezeigt. Zumeist ist diese Art von Native Ads auf Nachrichten- und Unterhaltungswebseiten zu finden.

  • Steigerung der Kaufabsicht
  • Höhere Aufmerksamkeit
  • Höheres Involvement
  • InteraktivitĂ€t mit den BeitrĂ€gen
  • Zielgruppe
  • Kennzeichnung
  • Preis
  • In-Page Ads
  • In-Page Video Ads.
  • Tandem Ads
  • Syscraper
  • Superbanner
  • Billboard
  • Content Ad
  • Leaderboard

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Flexible Abrechnungsmodelle

Werbende profitieren vom Abrechnungsmodell und Kosten.

  • Targeting

Mit der Auswahl der Webseite, auf denen die Anzeigen ausgespielt werden, kann die Zielgruppenansprache sehr genau ausgerichtet werden.

  • Markenbekanntheit erhöhen

Die Werbung im Displaynetzwerk mit Bannern trĂ€gt zur VergrĂ¶ĂŸerung der Reichweite zu. Es wird vornehmlich das Ziel der Steigerung der Bekanntheit erfĂŒllt.

  • Webseitenauswahl

Die Placements der Anzeigen können nach verschiedenen Optionen ausgewÀhlt werden. Die Anzeigen werden demnach nur auf, den zur ausgewÀhlten Option passenden Webseiten ausgespielt.

  • Bildhafte Darstellungen

Bildhaften Darstellungen ziehen die Aufmerksamkeit der Zuschauer meist besonders stark auf sich.

Nachteile

  • Aufmerksamkeitsspanne

Die Bereitschaft Werbung zu rezipieren sinkt mit der HĂ€ufigkeit der Konfrontation. Auf Grund von zu viel Werbung kann es vorkommen, dass Banner von Zuschauern ignoriert und ausgeblendet werden.

  • Ad Blocker

Immer mehr User wollen die Informationsflut durch Banner einschrÀnken und aktivieren einen Ad Blocker. Viele Werbebanner werden dann nicht mehr angezeigt.

Der wohl prĂ€gnanteste Unterschied lĂ€sst sich in der Art der Rezeption der Anzeigen feststellen. Im Gegensatz zur Bannerwerbung wird durch die Native Ads ein Webseitenbesuch nicht unterbrochen oder gestört. Aufdringliche Banner können eine negative Nutzererfahrung mit sich bringen. Native Ads dagegen werden wĂ€hrend des Konsums von Inhalten nicht als störend wahrgenommen. Ein Nutzer kann selber entscheiden, ob er sich mit den zusĂ€tzlichen Informationen der Native Ads nĂ€her auseinandersetzen möchte oder nicht. Da die Anzeigen aber primĂ€r als Inhalte wahrgenommen werden, ist die Bereitschaft eine Klick zu tĂ€tigen durchaus höher, als bei Bannerwerbung, die sich deutlich vom restlichen Webseitendesign und -gefĂŒhl abhebt.

Bei einem Vergleich der Klickrate (Click-Through-Rate – CTR) wird deutlich, dass native Anzeigen deutlich hĂ€ufiger angeklickt werden, als Banneranzeigen. Das Anregen der Nutzer sich fĂŒr die weiterfĂŒhrenden Informationen und Produkte zu interessieren kann zu mehr und bewussteren Zugriffen fĂŒhren.

Fazit

Sowohl Native Ads las auch Display-Anzeigen haben ihre Vor- und Nachteile. Eine passende Online Strategie sollte immer an der BrancheAngebot und den BedĂŒrfnissen der Zielgruppe orientiert entwickelt werden.

Bannerwerbung ist eine gute Möglichkeit Reichweite und Markenbekanntheit aufzubauen. Auch mit einem geringeren Budget können diese Ziele erfolgreich umgesetzt werden.

FĂŒr noch effektivere Anzeigen und gezieltere Ausspielungen sind Native Ads eine vielversprechende Möglichkeit potentielle Kunden anzusprechen und die Anzahl der generierten KaufabschlĂŒsse zu erhöhen.

In jedem Fall ist es wichtig dem Nutzer einen ansprechenden und relevanten Mehrwert zu prĂ€sentieren. Die QualitĂ€t der Nutzererfahrung ist ausschlaggebend ĂŒber die Markenwahrnehmung und die Einstellung der Konsumenten gegenĂŒber einem Angebot.

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