CSS: Was ist Comparison Shopping Service?

CSS: Was ist Comparison Shopping Service?

12.12.2022
Lesezeit: ca. 5 Min.

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CSS steht für Comparison Shopping Service und ist ein Preisvergleichsportal für Shopping Anzeigen. Es ist notwendig, um für Händler Shopping Anzeigen in der Google Suche zu schalten. Anstatt weiterhin direkt über das CSS Google Shopping zu werben, können Werbetreibende auch mit einem CSS eines Drittanbieters an den Auktionen für eine Anzeigenausspielung teilnehmen.

Erfahren Sie in diesem Artikel was ein CSS ist und von welchen Vorteilen Sie als Werbetreibende profitieren können.

Was ist ein Comparison Shopping Service?

Google hat bis zu der Kartellstrafe von der Europäischen Kommission 2017 die eigenen Google Shopping Anzeigen bevorzugt ausgespielt und andere Angebote externer Preisvergleichsportale (CSSs) in der Google Suche benachteiligt. Google musste für diesen Marktmissbrauch eine Geldbuße von 2,42 Milliarden Euro zahlen.  Aus diesem Grund gibt es seitdem die überarbeitete Anzeigenplattform Google Shopping Europe (kurz GSE) auf der alle Wettbewerber gleichrangig behandelt werden. Die konkurrierenden Comparison Shopping Services können demnach genau wie Google Shopping im Auftrag von Händlern auf Shopping Anzeigen werben und dienen also als Vermittler zwischen Google und den Händlern.  Ein Comparison Shopping Service ist also, wie Google Shopping auch, ein Preisvergleichsportal, mit dem Shopping-Anzeigen auf den Suchergebnisseiten ausgespielt werden können. Durch CSS-Partner wurde der Wettbewerb für Produktsuchen extern von Google Shopping geöffnet.

Den Anzeigen wurden dementsprechend eine neue Zeile beigefügt, in denen der jeweilige CSS Anbieter eingeblendet wird. Mit einem Klick auf den verlinkten Anbieter gelangt man auf die jeweilige Webseite und kann weitere Produkte des gleichen CSS einsehen.

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Die Vorteile eines Comparison Shopping Service

Google hat im Jahr 2018 mit verschiedenen Angeboten versucht den Wettbewerb im Markt zu fördern, indem Incentivierungen für die Abwicklung von Anzeigen über ein CSS angeboten wurden. Dieses SpendMatch-Programm wurde zum Jahresende 2018 bereits wieder beendet.

Vielen Werbetreibenden ist dennoch nicht bewusst, dass sie beim direkten Werben über das CSS Google Shopping eine GSE-Marge von 20% pro Klick zahlen. Von jedem abgegeben Gebot wird diese Marge automatisch durch Google Shopping Europe vom CPC-Gebot abgezogen. Das eigentliche Gebot, mit dem Werbetreibende an der Auktion für die eigenen Anzeigen teilnehmen, liegt demnach nur bei ca. 80% des ursprünglichen Gebotes und ist zudem 20% niedriger als das Gebot von Händlern, die über einen CSS-Partner teilnehmen. Die Gebühr verringert das Potential der Anzeigen zu performen.

Werbetreibende können mit dem Wechsel von der GSE-Plattform auf einen anderen Comparison Shopping Service entweder 20% der Kosten einsparen oder die Rentabilität erhöhen, indem sich die Performance zu den gleichen Werbekosten verbessert, da der gesamte Betrag in der Auktion um die Anzeigenausspielung berücksichtigt wird.

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Im Grunde ändert sich nichts an den Kampagnen. Sobald die GSE-Gebühren nicht mehr abgezogen werden, können mehr Auktionen gewonnen und die Anzeigen häufiger ausgespielt werden. Sie können mit mehr Traffic, Reichweite und Conversions rechnen.

Zu einem CSS Partner wechseln

Für Werbetreibende bedeutet eine Umstellung von Anzeigen über Google Shopping Europe (GSE) zu einem CSS-Partner kaum Aufwand. Der bestehende Merchant Center und alle Einstellungen können fortlaufend genutzt werden und die Shopping Kampagnen können ganz normal weiterlaufen.

Das Set-Up und die damit zusammenhängenden Gebühren für den CSS werden vom jeweiligen CSS-Partner übernommen. Es kann vorkommen, dass auch andere CSS-Partner eine Gebühr für die Anzeigen verlangen. Es ist daher wichtig sich bei der Auswahl eines entsprechenden Comparison Shopping Services genau über die jeweiligen Konditionen zu informieren. Die SEA-Experten bieten den eigenen CSS für ihre Kunden kostenlos an, um Kunden die Möglichkeit zu bieten die maximale Leistung aus ihren Geboten rauszuholen.

Der ausgewählte CSS Partner übernimmt die Verknüpfung des CSS Centers mit dem Merchant Centers Acounts des Werbetreibenden. Dafür muss der Werbetreibende ausschließlich seine Merchant Center-ID an den CSS-Partner übermitteln. Anschließend muss die Verknüpfung über eine E-Mail-Benachrichtigung vom Kunden bestätigt werden.

Der Merchant Centers des Werbetreibenden kann als SUB-Account, also als Unter-Account, in einen CSS Center eingefügt werden. Die Zugriffsrechte und Einstellungen bleiben auf diese Weise bestehen. Ein CSS-Partner kann durch diese Verknüpfung mehrere Merchant Center Accounts von verschiedenen Händlern vertreten.

Es besteht ebenfalls die Möglichkeit Shopping Anzeigen über verschiedene Preisvergleichsportale zu schalten. Mit solch einer hybriden Methode werden die Shopping Anzeigen über verschiedene Preisvergleichsportale auf der Google-Suchergebnisseite platziert. Die Kampagnen, Einstellungen und Feeds müssen in diesem Fall in verschiedenen Accounts angelegt werden, da für das Werben über ein Drittanbieter CSS und das GSE jeweils ein eigener Google Ads-Account benötigt wird. Mit dieser Strategie können Werbetreibende den Druck auf die Wettbewerber erhöhen, indem Anzeigen gleichzeitig in den Auktionen vorkommen und auf verschiedene Platzierungen geboten wird. Eine solche Strategie erfordert allerdings hohen Aufwand, Erfahrungen und mehr Budget und ist daher nur größeren Händlern zu empfehlen.

Fazit

Das Werben über einen CSS-Partner trägt dazu bei, die Effizienz der eigenen Kampagnen zu steigern, ohne dass sich die Kosten erhöhen.

Google steht weiterhin unter Druck, den Google Shopping Markt wettbewerbsfähig zu gestalten und die Anzeigen von CSS-Partner möglichst ausgeglichen unter den Suchergebnissen auszuspielen. Das Ziel von Google ist es daher weiterhin Händler zum Werben über CSS-Partner zu motivieren.

Für Werbetreibende ist es sehr empfehlenswert durch Angebote von kostenlosen Comparison Shopping Services zu profitieren. Eine Einsparung von 20% des Werbebudgets bzw. eine 20% höheres Gebot bei Auktionen wirkt sich deutlich auf die Kampagnenleistung aus. Es kann ebenfalls einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz bedeuten, die weiterhin für jeden Klick eine 20%ige Marge an Google Shopping Europe bezahlt.

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Daniel Rakus

Agenturleitung
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