Amazon Sponsored Products Ads Google Shopping Ads

Google Shopping Ads vs. Amazon Sponsored Products

25.01.2021
Lesezeit: ca. 6 Min.

0 / 5. 0

Diesen Beitrag teilen

Google Shopping hat sich bei vielen Werbetreibenden bereits als effektiver Werbekanal bewährt. Google ist als weltweit erfolgreichste Suchmaschine als begehrte Option für Produktsuchen, -vergleiche und -käufe bekannt und hatte bisher mit Abstand den größten Marktanteil.

Amazon dagegen ist wohl die erfolgreichste E-Commerce Plattform. Die Präferenz von Produktsuchen bei Amazon hat sich in den letzten Jahren bei Internetnutzern verstärkt gezeigt. Amazon als Verkaufsplattform ermöglicht ebenfalls das Bewerben von Produkten, um mehr Conversions zu erhöhen.

In wie weit dies die Werbeaktivität der Werbetreibenden beeinflusst und wie welches Potential die beiden Plattformen aufweisen, können Sie in diesem Artikel erfahren.

Die Besonderheiten von Google Shopping und Amazon gesponsorten Produkten


Beide Plattformen haben das Ziel Produkte zu präsentieren und Conversions zu maximieren. Die Anzeigen sind vom Aufbau sehr ähnlich besteht jeweils zumeist aus Produktbildern, Beschreibung, Preis und Bewertung.

Genau wie Google bietet Amazon eine einfach zu bedienende und flexible Oberfläche für Käufer und Verkäufer. Die Reichweite beider Plattformen ist enorm weit. Die Zielgruppe, das Produkt und die Branche haben direkten Einfluss darauf, über welchen Werbekanal die Zielgruppe am effektivsten angesprochen werden kann.

Wie schon erwähnt, ist Amazon ist im Grunde der größte Player im Online E-Commerce und Google für die Suche und die Auffindbarkeit von Einzelhandelsunternehmen am bedeutendsten ist.

Was ist Google Shopping?


Google Shopping Anzeigen werden bei Suchanfragen über die Google Suchmaschine oberhalb von den Google Ad Anzeigen und den organischen Suchergebnissen angezeigt. Das Werben bei Google Shopping wird durch die Verknüpfung von Google Ads mit dem Merchant Center Konto und der Erstellung eines Produktdatenfeeds ermöglicht. Eine detailliertere Vorstellung der Funktionsweise von Google Shopping können Sie hier, in unserem weiterführenden Blogartikel nachlesen. Ebenfalls können Sie sich hier über die häufigsten Fehler informieren.

Die Ausspielung der Anzeigen wird von Google anhand der zur Verfügung stehenden Informationen des Produktdatenfeeds entschieden. Die Werbenden geben daher keine Gebote auf passende Keywords ab, sondern geben an, wie viel sie für einen Klick maximal bezahlen wollen. Das Ranking kann durch einen hohen Qualitätswert der Anzeige (Anzeigentexte, Bild, Informationen) und der entsprechenden Landingpage verbessert werden.

Google Shopping Ads Beispiel

Was sind Amazon Sponsored Products?


Mit Amazon Sponsored Product bieten Amazon Verkäufern die Möglichkeit für ein monatliche Abonnementgebühr (39,66 USD) Produkte aus ihrem Produktkatalog hervorheben. Amazon präsentiert die Anzeigen von den gesponsorten Produkten auf den Produktseiten und auf der rechten Seite der Suchergebnisseiten. Die Sichtbarkeit wird wie bei den Ads mit Google Shopping erhöht und die Chance mehr Umsatz zu generieren steigt. Für die Nutzung ist ein professionelles Verkäuferkonto erforderlich. Vorteilhaft ist die Ausrichtung der Ausspielung der gesponsorten Produkte nach der Saisonalität. Entweder zu High-Purchase-Anlässen (Weihnachten, Black Friday, End of Season Sale,…) oder je nach Saisonalität der Produkte kann das Einkaufsinteresse auf diese Weise gesteigert werden.

amazon sponsored products ads beispiel

Welche bedeutenden Unterschiede gibt es?


  • Das Käuferinteresse

Nutzer, die bei Amazon nach einem Produkt suchen, sind mit großer Wahrscheinlichkeit daran interessiert, dieses Produkt auch zu kaufen. Dieses Potential spiegelt sich bei vielen Produkten in Kennzahlen, wie der Conversion-Rate und somit auch einem geringen Kickpreis wieder. Die Customer-Journey ist bei Amazon Kunden durchaus weiter fortgeschritten, als bei Google Suchenden. Die klare Vorstellung, welches Produkt gekauft werden soll, ist eine erfolgsversprechende Chance für die Verkäufer.

  • Die Webseite

Amazon Anzeigen leiten den User auf die Produktdetailseite weiter. Das Anklicken einer Google Shopping Anzeige hingegen, führt den Nutzer jedoch direkt auf die eigenen Landingpage, die an die Anzeige individuell angepasst werden kann und ein hohes Markenbewusstsein vermitteln kann. Falls es nicht zu einem Kauf kommt, besteht trotzdem die Möglichkeit einer anderen Conversion, wie beispielsweise die Registrierung für einen Newsletter. Das Markenbewusstsein lässt sich bei Amazon daher weniger gut vermitteln.

  • Die Steuerung

Im Gegensatz zu Google Shopping Anzeigen, werden Amazon gesponsorte Produkte, wie Google Ads anhand von relevanten Keywords ausgespielt. Beim Targeting zielt der Algorithmus auf zu den Produkten passende Keywords ab. Die Anzeigenplatzierung wird anschließend anhand der Passgenauigkeit von Produkten und Keywords und der abgegebenen Gebote entschieden. Dem Nutzer wird der von Amazon als „das beste“ Produkt bewertete Artikel als erstes präsentiert. Einflussfaktoren für die Entscheidung dieser sogenannten „Buy Box“ können unter anderem das bisherige Auftragsvolumen eines Anbieters, Bewertungen, Versandkosten, die Wettbewerbsfähigkeit des Preises sowie die Versand- und Bestellfehlerrate des Verkäufers. Es können entweder automatische oder manuell gesteuerte Kampagnen angelegt werden. Bei der manuellen Einstellung können Gebote auf Keyword-Ebene abgeben werden, was mehr Kontrolle über die Ausspielung und die Ausgaben mit sich bringt. Es besteht aber auch die Möglichkeit die Kampagne zu automatisieren. Dabei werden Gebote auf Anzeigengruppen abgeben, die für eine entsprechende Gruppe von Produkten in Frage kommen. Demnach ähneln die automatischen Amazon Kampagnen den von Google Shopping stärker, als die manuell eingestellten.

  • Preise/ Zahlungsoptionen

Beide Plattformen arbeiten mit dem Abrechnungsmodell „Cost-per-Click“. Das bedeutet, dass Werbende für jeden getätigten Klick eines Nutzers auf eine Anzeige zahlen müssen. Die Kosten für einen Klick sind bei Amazon deutlich geringer, da weniger Konkurrenzdruck vorhanden ist.

Je nach Kampagnenstruktur können Gebote auf einzelne Produkte oder eine Reihe von Produkten abgegeben werden.

  • Tracking

Die Berichterstattung zur Auswertung des Erfolges einer Kampagne ist für die langfristige Strategie entscheidend. Sowohl mit Google Shopping, als auch mit Amazon kann das integrierte Tracking genutzt werden. Die Daten zu den Amazon Product Ads können in Kalkulationstabellen runtergeladen werden. Es werden jeweils Daten zu den Impressionen, Klicks, Conversions, Einnahmen, der Click-Through-Rate (CTR) und der Conversion-Rate zur Verfügung gestellt.

Google Shopping bietet den Vorteil, dass Tracking-Tools, wie Google Analytics, Tag Manager oder andere Tracking-Software integriert werden kann. Mit diesen Möglichkeiten können, Benutzerinformationen und -verhalten detailliert nachvollzogen werden.

  • Optimierung

Bei Amazon sind Optimierungen nur bei manuellen Kampagnen möglich. Es ist möglich, die Keywords auszuwählen, und die Gebote anzupassen. Es können positive und negative Schlüsselwörter festgelegt werden, um die Ausrichtung der Ausspielung zu konkretisieren.

Bei Google Shopping hingegen gibt es deutlich mehr Optimierungsmöglichkeiten wie die Anzeigenplanung, Geräteoptimierung, Standortoptimierung, Remarketing oder regelbasierte Leistungsoptimierungen.

Vorteile und Nachteile der Plattformen


Beide Plattformen haben Ihre Vorteile und Nachteile. Diese kurze Übersicht fasst diese nochmal zusammen.

Vorteile Amazon Sponsored Products:


  • Hohes Kaufinteresse
  • Weniger Kosten
  • Geringerer Aufwand
  • Kaum Konkurrenz

Vorteile Google Shopping Ads:


  • Mobile Endgeräte
  • Markenbekanntheit
  • Reichweite
  • Mehr Gestaltungsmöglichkeiten (Landingpage)
  • Vielfältigere Einstellungsmöglichkeiten

Fazit


Beide Plattformen haben Ihre Vor- und Nachteile. Das intensive Kaufinteresse von potentiellen Kunden bei Amazon, bietet eine effektive Chance einer hohen Conversion-Rate. Werbetreibende sollten sich diese Chance bewusst sein. Ebenfalls ist der Konkurrenzdruck von Werbern auf Amazon vergleichsweise noch gering und punktet so mit geringen Klickpreisen. Dennoch ist die Markenpräsentation, die Google Shopping ermöglicht, für den Aufbau eines Markenbewusstseins enorm wichtig. Die individuelle Gestaltung führt dazu sich langfristig von Konkurrenten abzuheben und Alleinstellungsmerkmale hervorzuheben. Google Shopping zeichnet sich auch besonders durch die präzise Aussteuerung von Kampagnen aus, die genau auf die Zielgruppe abgestimmt werden können.

Für Nutzer ist das Bestellen auf Amazon, insbesondere durch Amazon Prime, in vielen Fällen bequemer und kostengünstiger. In jedem Fall sollten Werbende abwägen, welche Ziele sie verfolgen und welche Zielgruppe sie ansprechen wollen. Die Kombination von Google Shopping und Amazon Sponsored Products wäre eine Lösung das volle Potential auszuschöpfen. Für die Umsetzung sollte die Strategie auf den getesteten Einstellungen basieren.

Ihre Rückmeldung ist uns wichtig!


Haben Sie noch Fragen, Hinweise oder Anregungen zu Werbung bei Google Shopping oder Amazon Sponsored Products? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt.


Sie möchten mithilfe von Suchmaschinenwerbung durchstarten? Dann schreiben Sie uns!

Gerne rufen wir Sie auch zurück, wenn Sie Ihre Telefonnummer hinterlassen. Das Gespräch ist selbstverständlich unverbindlich und kostenlos.

Daniel Rakus

Inhaber & Online-Marketing Manager


    Ein Beitrag von:

    Geschrieben von

    Milena Hopp

    Milena ist seit 2012 im Online Marketing aktiv und kann von SEO, SEA und Social Media gar nicht genug bekommen.