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Custom Labels für Google Shopping

01.02.2021
Lesezeit: ca. 6 Min.

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Die Kampagnenstruktur bei Google Shopping oder Google Ads ist maßgeblich für die Übersichtlichkeit des Kontos. Mit Überschaubarkeit in den Kampagnen wird die Auswertung der Performance vereinfacht, die langfristig für die Optimierung der Kontoeinstellungen relevant ist.

In diesem Blogartikel erfahren Sie wie die Custom Labels sich effektiv einsetzen lassen.

Google Shopping ist eine der meist genutzten E-Commerce Plattformen. Mitbewerber müssen ihre Online Aktivität durch den hohen Konkurrenzdruck stetig optimieren und weiterentwickeln. Eine zielstrebige Strategie ist ausschlaggebend, um sich von der Masse der Werbenden anzuheben und die Zielgruppe anzusprechen.

Was sind Custom Labels?


Custom Labels sind in der Übersetzung als benutzerdefinierte Labels oder Etiketten bekannt, die die Möglichkeit bieten Produktgruppen bei Google Shopping individuell zu segmentieren.

Die Daten, die Werbende für Google Shopping benötigen werden im sogenannten Produktdatenfeed dargestellt. In Form einer Tabelle (XML, CSV, TXT) werden die Produkte in den Zeilen aufgelistet und in den Spalten zugehörige Attribute angezeigt. Produkt-Attribute sind beispielsweise Produkt-ID, Titel, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit, Marke, oder ähnliches.

Für Werbende besteht einerseits die Option die Kategorisierung der Produktgruppen nach den Produkt-Attributen aus dem Produktdatenfeed auszurichten oder andererseits mit benutzerdefinierten Etiketten die gewünschten Produktgruppen separat zu den Attributen zu verwalten. Die benutzerdefinierten Labels versprechen aber mehr Flexibilität und Übersichtlichkeit.  Die Labels sind ausschließlich in Ihrem Konto sichtbar und werden nicht in den Anzeigen eingeblendet.

Es könne 5 Custom Labels hinzugefügt werden. Die Labels sind von 0 bi 4 nummeriert. Die 5 Labels können mit unterschiedlichen Werten verbunden werden. Für die Nutzung der Labels muss im Produktdatenfeed eine zusätzliche Spalte angelegt werden. Diese trägt die Überschrift custom_label_0 (wahlweise auch 1,2,3 oder 4). Innerhalb dieser können die individuell ausgewählten Werte zur Segmentierung eingetragen werden. Es ist wichtig zu bedenken nur ein Wert pro Label festzulegen.

custom labels google shopping tipps 2

Vorteile von Custom Labels


  • Unabhängigeres Arbeiten

Die Erstellung des Produktdatenfeeds bedarf ein hohes technologisches Knowhow. In vielen Fällen wird dies von Entwicklern oder externen Agenturen übernommen. Der Kommunikationsprozess zwischen IT und Werbenden sollte so schnell und effektiv wie möglich gestaltet werden. Der Entwickler kann für die benutzerdefinierten Etiketten 5 leere Spalten in den Produktdatenfeed einfügen, damit der Werbende selbständig zusätzliche Felder hinzufügen kann. Auf diese Weise können unabhängig, von IT oder Kunde, Änderungen vorgenommen werden. Den benutzerdefinierten Spalte können Werte aus dem Merchant Center zugeordnet werden, ohne dass der eigentliche Feed verändert werden muss. Veränderungen im Produktdatenfeed im Merchant Center können häufig zu Fehlermeldungen führen.

  • Kontrollverlust bei großen Datenmengen vermeiden

Bei einer besonders großen Menge an Produkten ist es unter Umständen schwer den Überblick zu behalten. Die Steuerung der Google Shopping Kampagnen wird durch die mangelnde Transparenz von vornherein erschwert. Die Ausspielung der Anzeigen beruht nicht wie bei Google Ads auf dem Bieten auf Keywords, sondern auf der Auswertung der Daten des Produktdatenfeeds. Mit mehr Kontrolle durch die Nutzung von Produktgruppen kann die Ausspielung effektiver gesteuert werden.

  • Individuelle Steuerung von Kampagnen

Die Produktgruppen, die anhand der benutzerdefinierten Labels gebildet werden, ermöglichen eine separate Verwaltung von verschiedenen Produktsegmenten. Für die über die benutzerdefinierten Labels zusammengefassten Produktkategorien können unter anderem zusätzliche Beschreibungen, spezielle Versandkosten, Verkaufspreise oder Verkaufszeiträume festgelegt werden.

  • Performance Vergleiche

Die Erstellung von Produktgruppen erleichtert die Ãœbersicht zu Berichten der Performance auf Produktgruppenebene. Insbesondere bei umfangreichen Feeds ist die Auswertung der Performance-Daten auf Produktebene aufschlussreicher und einfacher zu lesen.

Ebenfalls können durch die Berichterstattung auf Produktgruppenebene die Leistungen von einzelnen Produktgruppen miteinander verglichen werden. Eine Segmentierung nach Versandkosten oder ähnlichem, kann verdeutlichen, wie sich diese in den einzelnen Segmenten entwickeln und auf die Conversion Rate auswirken.

Anwendungsbeispiele von Custom Labels


  • Label: „Jahreszeit“

Bei Produkten wie Badeanzügen, Weihnachtsdeko oder Skianzügen kann die Strategie an den Jahresablauf angepasst werden und es können entsprechende Produktgruppen zur Hochsaison hervorgehoben werden.

  • Label: „Bestseller“ oder „Performance“

Die Performance spiegelt wieder, wie gut sich ein Produkt verkauft. Um ganzjährig einen positiven ROI (Return on Investment) zu generieren, ist es sinnvoll, die Werbeausgaben für Produkte, die sich besonders gut verkaufen zu erhöhen und die für Produkte, die sich weniger gut verkaufen zu verringern.

  • Label: „Rabatte“ oder „Aktionen“

Rabatte oder Aktionsangebote können durch ein Label segmentiert werden und in einer extra Kampagne verwaltet werden. Das gezielte Bieten auf diese Produkte wird auf diese Weise ohne großen Aufwand ermöglicht.

  • Label: „Marge“

Eine Unterteilung der Produkte nach dem Gewinn, den sie erwirtschaften ist im Gegensatz zu einer Orientierung am Preis vielen Fällen sinnvoller, da so die Werbeausgaben für Produkte mit einer höheren Gewinnspanne gefördert werden können und die, für Produkte mit weniger hohen Gewinnspannen gekürzt werden können.

  • Label: „Neuheiten“

Produkteinführungen können zu Umsatzsteigerungen führen. Anhand der Kennzeichnung können die Erfolge direkt erkannt und verzeichnet werden.

  • Label: „Abverkauf“

Die Förderung des Verkaufes von Abverkaufsware ist insbesondere zum Ende einer Saison wichtig, damit in der neuen Saison neue Kollektionen und Trends angeboten werden können.

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Tipps für die effektive Nutzung von Custom Labels


Zum einen ist die Kontrolle und die Auswertung der Performance ein entscheidender Bestandteil der Optimierung der Google Shopping Anzeigen. Kreativität kann sich auszahlen, sollte aber durch Testphasen auf die Effizienz geprüft werden.

Eine Optimierungsmaßnahme ist unter Umständen, je nach Branche und Produkt, das Reduzieren von Produkten, die eine besonders Intensive Kundenbetreuung benötigen. Der Kundendienst, bei dem wiederkehrend um Retoure-Anfragen oder ähnliches aufkommen, kann zu zusätzlichen Kosten oder Ressourceneinsätzen führen.

 Einzelne Kampagnen, die nach den Labels ausgerichtet werden, können genauer ausgerichtet werden und mit erfolgreichem Targeting können die Umsätze gesteigert werden. Ebenfalls können die Verkäufe im Einklang mit Markttrends verwaltet werden.

Anleitung für die Nutzung von Customer Labels


Mit nur wenigen Schritten können Sie die Customer Labels anwenden.

Schritt 1


Im ersten Schritt müssen die Werte für die einzelnen benutzerdefinierten Etiketten festgelegt werden.

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Schritt 2


Der zweite Schritt umfasst die Zuteilung der Werte zu den Produktdaten der einzelnen Produkte.

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Fazit


Bei kleinen Datenmengen ist die Handhabung in Google Shopping auch ohne benutzerdefinierte Labels über die Kategorisierung nach den Produkt-Attributen wie Kategorie oder Marke) möglich. Die Nutzung von benutzerdefinierten Labels kann dies allerding deutlich vereinfachen. Mit der Segmentierung nach individuellen Produktwerten kann die Gebotsanpassung für entsprechende Kategorien zeitsparend gesteuert werden.

Google richtet die Anzeigen immer mehr auf Automatisierung und maschinelles Lernen. Insbesondere Smarte Shopping Kampagnen sind ein Beispiel dafür. Der Werbedruck steigt mit den Anbietern und für unternehmen ist eine möglichst hohe Platzierung unter den Suchergebnissen bei Google besonders relevant. Die meist geklickten Anzeigen sind in den aller meisten Fällen die oberen. Da die Ausspielung auf Grund der Daten im Feed von Google eingeschätzt wird, da nicht auf Keywords geboten werden kann, ist die Struktur und die Qualität des Produktdatenfeeds besonders wichtig. Die Rangfolge wird daher durch die Einteilung in Produktgruppen und die Nutzung von benutzerdefinierten Labels verbessert. Ebenso wie mehrere Zielgruppenlisten werden auf diese Weise mehr Signale an den maschinell lernenden Algorithmus gesendet.

Die Nutzung eines Feed Management-Tools kann dabei behilflich sein, Zeit zu sparen und Labels einfach hinzuzufügen und beliebig häufig zu ändern und zu optimieren.

Wenn Sie sich noch zusätzlich zum Thema Google Shopping informieren wollen, finden Sie hier unsere Blogartikel zum Thema „Die 10 häufigsten Fehler mit Google Shopping“.

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Daniel Rakus

Inhaber & Online-Marketing Manager


    Ein Beitrag von:

    Geschrieben von

    Lisa Herbst

    Lisa, fleißige Medienmanagement Studentin und abgeschlossene Kauffrau für Marketingkommunikation. Ich freue mich meine Leidenschaft jeden Tag aufs neue zu meinem Beruf zu machen.